Einmal USA und zurück

Es gibt nichts Schöneres, als in einen Flieger zu steigen, wenn man einfach mal raus muss. Das habe ich nun getan und es kamen innerhalb der drei Wochen noch viele weitere Flieger hinzu… Zuerst einmal ging es nach Miami.

Miami

In Miami angekommen, fing es leider bald an zu regnen – und noch schneller war der Hurricane dann auch da. Also war nichts los mit Miami anschauen und ab an den Strand, aber Fort Lauderdale und seine Bars sind ja schließlich auch schön =) Einen Tag später wurde es noch schlimmer, es stürmte und regnete heftig. Als dann die meisten Flüge gestrichen wurden, bekam ich schon Angst, am nächsten Tag nicht nach New York City zu kommen. Aber wer hätte es gedacht, mein Flieger startete als Einziger zu dieser Zeit – auch wenn die Durchsage hieß „The next two hours will be bumping“, niemand durfte aufstehen und Turbulenzen sind wirklich ein Witz gegen diesen Flug… Alle waren kreidebleich, nur ich bin – typisch – nach 20 Minuten eingeschlafen.

New York City – die Erste

Wie schon im Flughafen Miami gehört, hatte ich den Thunderstorm mal fix mit nach New York City gebracht, also fing es nach kurzer Zeit bei tropischen Temperaturen an, wie aus Eimern zu schütten… Glücklicherweise war das bald wieder vorbei und ich konnte mich in den folgenden Tagen über eitel Sonnenstein bei unglaublichen 30 Grad freuen! Nach einigen wirklich tollen Touren über free tours by foot und noch mehr Shopping und Essen war die Zeit in New York City auch schon wieder vorbei und der nächste Flieger wartete bereits.

Chicago

Der Flieger nach Chicago wartete im wahrsten Sinne des Wortes…auf zwei junge Damen, die in Ihren High Heels durch das Flughafengebäude rennen mussten, weil sie die Zeit völlig vergessen hatten…ist mir so auch noch nie passiert. Aber egal wie, der Flieger wartete auf uns und so war am Ende doch alles gut, nicht zuletzt, weil uns die Crew von Spirit Airlines mit viel Humor begrüßte. Chicago war eine wirklich andere Welt als New York City. Aber in den Tagen, in denen wir da waren, haben wir uns doch sehr wohl gefühlt. Wir haben viel gesehen, waren (was sonst) Einiges shoppen und haben eine wirklich tolle Architecture River Cruise mitgemacht. Natürlich haben wir uns auch das Nachtleben angeschaut – in Moe´s Cantina. Was soll ich sagen…einfach toll!

In Chicago hatte ich das Gefühl, dass es einfach noch nicht an der Zeit ist, nach Berlin zurückzukehren. Ich wollte nichts anderes als bleiben. Also wurde mit einigem Aufwand mein Flug umgebucht, das letzte verfügbare Zimmer im Hotel in NYC abgestaubt und schon ging es für mich weiter.

New York City – die Zweite

Der Flug nach NYC brach wirklich alle Rekorde. Da über New York ein Sturm tobte, konnten wir nicht landen. Nach 1 1/2 Stunden Kreisen über dem Flughafen, landete der Flieger doch – aber natürlich per Notlandung. Und das auf einem Mini-Flughafen in White Plains! Kein Internet, keine Ahnung wo ich war (da ich selbstverständlich schon wieder eingeschlafen war), mussten alle noch weitere 1 1/2 Stunden im Flieger bleiben, da die Crew selbst nicht wusste, wie es weiter gehen sollte. Als ich endlich aussteigen durfte, gab es keinen Weg, meinen Koffer zu bekommen. Also wieder zurück in den Flieger und weiter warten. Nach einigen Gesprächen mit der Crew konnten die Koffer dann doch ausgegeben werden und endlich stand ich nach dieser Tortour vor dem Flughafen. Dort war natürlich kein Taxi zu bekommen, es gab nur Limousinen… Nichts leichter als das, bin ich mit einem sehr netten brasilianischen Ehepaar über eine Stunde nach Manhattan gefahren. Und was soll ich sagen, unser Fahrer war wirklich toll, es gab zur Fahrt gleich eine Sightseeing-Tour und viel über das Leben zu besprechen =)

Die ersten 2 Tage war ich allein in NYC, eine tolle Erfahrung, man erlebt die Stadt noch einmal ganz anders – viel intensiver. Nicht zu verachten: Es war Fashion Week! Als dann endlich mein Besuch aus Berlin ankam (mit 8 1/2 Stunden Flug-Verspätung…), ging es dann wieder los mit Sightseeing und Shopping =) Samstag Abend haben wir im Meatpacking District in einem tollen kleinen Club namens Cielo das New Yorker Nachtleben voll ausgekostet. Tolle Erfahrung!

Natürlich musste er kommen…der Tag der Abreise. Ein wirklich merkwürdiges Gefühl, zweimal am 9/11 Memorial gewesen zu sein und dann am 11. September in den Flieger zu steigen.

In Berlin anzukommen ist grundsätzlich merkwürdig. Plötzlich erscheint alles so klein, alles ganz leise. Nur der Berliner Freundlichkeit kann man nicht aus dem Weg gehen – welch Kulturschock nach all den freundlichen Amerikanern… Dann hieß es wach bleiben, um wie immer dem Jetlag aus dem Weg zu gehen. Und nach 55 Stunden wach sein konnte ich dann endlich ins Bett und war am nächsten Tag schon wieder in unserer Zeitzone zuhause.

Zum Abschluss: Viele interessante Menschen kennengelernt, noch mehr gesehen und erlebt. Nicht zu vergessen, die lieben Menschen, mit denen ich mich getroffen habe und die die zahllosen Erfahrungen dort mit mir geteilt haben – danke!
Ich kann es kaum erwarten, hoffentlich bald wieder im Flieger zu sitzen=)

Veröffentlicht von Juliane Schmidt

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