Ein Tag in London

London

Derzeit arbeite ich in-house an einem Projekt in London. Top Unternehmen & Kollegen, aber eins scheint gar nicht zu gehen…London!

Am Morgen meines zweiten Tages sah ich aus dem Zimmer im Stadtteil Ealing, in dem ich derzeit wohnen darf, und beobachtete, wie ein Mann schnell wie der Wind in ein Auto einbrach und davon fuhr. Ich bin noch immer völlig schockiert!

Außerdem sah ich mir ein Zimmer nahe der Station Elephant & Castle an. Klingt toll, nicht wahr? Ist es aber nicht. Gleich mal Pfefferspray zücken & schnell weg.

Ich bin jeden Tag von Neuem fassungslos, für welch heruntergekommene Zimmer man hier bereit ist, ein Vermögen zu zahlen. Es ist unüblich, allein zu wohnen, hier wohnt man in WGs. Für so ein 10m2 Zimmer darf man monatlich dann in einer der unteren Preisklassen ca. £600 hinlegen – und das bei heruntergekommenen, alten Häusern, in denen der Boden kaputt ist, der Putz von der Decke bröckelt und die Bäder gewöhnungsbedürftig sind.

Ich möchte nochmals sagen: Unternehmen, Kollegen & das Projekt hier sind super. Ich frage mich nur ernsthaft, wer es hier in London mit all den Dingen drumherum lange aushält. Es ist wahrscheinlich so, wie eine Kollegin sagt: „Living in London is not nice – it’s a challenge!“ – oder doch eher, wie es meine Mitbewohner sehen: „London is a city to work, not live in“.

Veröffentlicht von Juliane Schmidt

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