Prioritäten

London Fritz Hansen

Bei meinem heutigen Artikel soll es um Prioritäten gehen – im Leben, im Beruf; egal, in welchem Bereich. Wie ich bereits schrieb, zog ich vor Kurzem kurzfristig nach London. Interessante Stadt, klasse Unternehmen. Dennoch: Es war meine letzte Woche hier, ich bearbeite das Projekt von Berlin aus weiter (danke an Popsugar für diese Möglichkeit!). Es ist eine bestimmte Erkenntnis, die mich zu diesem Ergebnis geführt hat.

Während der Umstellung auf ein sehr einfaches Zimmer, super nette Leute und ein neues Projekt ist mir einfach klar geworden, was wirklich wichtig ist. Es ist mir wichtig, frei zu sein. Frei im Privaten genauso wie im Beruflichen – das ist wahrscheinlich das höchste Gut für mich. Zu der Zeit in London fühlte ich mich nicht so. Ich saß täglich wie ein Hamster in seinem Rad in einem Büro und war mir einfach nicht mehr sicher, weshalb und wofür ich das machte. Außerdem habe ich meinen Mann unheimlich vermisst.

Die Erkenntnis ist eine, die viele andere vor mir schon hatten: Du weißt erst zu schätzen, was du hast, wenn es nicht mehr da ist. Ich vermisse alle Menschen zuhause und auch mein eigenes Unternehmen sehr. Ich möchte nach wie vor Projekte im Ausland bearbeiten und bin auch glücklich, wenn ich das direkt von dort aus machen kann. Aber einen gewissen Standard und intellektuellen Anspruch sollte die Tätigkeit schon haben.

Ich bedanke mich für die Unternehmens-Anfrage, die mich nach London geführt hat und bin äußerst dankbar für diese Erfahrung – nicht zuletzt durch die Erkenntnis, die sie mir gebracht hat.

Veröffentlicht von Juliane Schmidt

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