Der große Gatsby

The Great Gatsby

Gestern war ich bei der Vorpremiere von „The Great Gatsby“ im Sony Center – selbstverständlich in Originalsprache. Nachdem der Film bereits zum Auftakt in Cannes verrissen wurde, war ich sehr gespannt. Ich ging vorurteilsfrei ins Kino, um mir selbst ein Bild machen zu können. Das Buch von Fitzgerald habe ich vor einiger Zeit gelesen und war begeistert – für alle, die es noch nicht gelesen haben, ist es meiner Ansicht nach wenig sinnvoll, das nachzuholen, da bereits durch den Trailer sämtliche Charaktere in den Gedanken verankert sind.

Ein Film von Baz Luhrman konnte nur fantastisch werden – und genau das war er auch. Ich bin noch immer beeindruckt, wie unglaublich dieser Film war. Sicher, einen Aspekt hätte man deutlicher herausarbeiten können: Die Vergänglichkeit, auf die Fitzgerald abzielt. Allerdings hatte dies dennoch Platz im Film, vor allem durch den ständig wiederkehrenden Song „Young and Beautiful“. Filme sind Kunst, Luhrmans Adaption macht das schillernd deutlich. „Romeo und Julia“ wurde seinerzeit auch stark kritisiert – und gilt doch heute als außergewöhnliche Literaturverfilmung. Den Vergleich zum Film von 1974 mit Robert Redford zu ziehen, hinkt doch enorm. Ein Schauspieler wie Redford war dem Charakter Gatsbys spürbar nicht gewachsen.

Dem Rassisten Tom Buchanan wirkte Luhrman nicht nur durch den bombastischen Soundtrack entgegen, sondern auch, indem er New York als das Grundgerüst afro-amerikanischer Arbeit darstellt. Die drei wichtigsten Charaktere wurden mit Leonardo DiCaprio, Carey Mulligan und Tobey Maguire bestens getroffen, andere Schauspieler hätte man nicht finden können.

Meine Empfehlung: Geht ins Kino, seht euch dieses Spektakel an und bildet euch eine eigene Meinung!

Veröffentlicht von Juliane Schmidt

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